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100 Jahre Bärte – Ein haariger Rückblick

19. März 2019

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© @shortformichael, Unsplash


Konservativer, Revolutionär, Trendsetter. Der Bart hat schon viele Strömungen mitgemacht und ist so wandelbar wie die Zeit, in der er getragen wurde. Aber eines hat er sich stets behalten: Wenn er in einem Gesicht auftaucht, wird ein Zeichen gesetzt.

Der Konservative – 1919

Trend der Haarlosigkeit durch die Erfindung des Rasierhobels durch King Camp Gillette im Jahre 1901. Nur Konservative, reiche und ältere Männer ließen sich einen Bart stehen, denn er drückte Dominanz aus.

 

Der Verführer – 1920er bis 1940er

Variationen des Schnurrbarts zierten die Gesichter. Ausgedünnt, aber nicht weniger ausdrucksstark wurde er zum Symbol der Verführung. Bekannteste Vertreter: Salvador Dalí, Clark Gable, Adolphe Menjou und Charlie Chaplin.

 

Der Revolutionär – 1950er bis 1960er

Unkontrollierte Auswüchse, wildes Haupthaar und ein zotteliger Bart standen für Protest, selbstbestimmte Abgrenzung und Freiheit. Geliebt und mit Stolz getragen von Hippies.

 

Der Außenseiter – 1970er bis 1980er

Außer dem Schnurrbart konnte in diesen Jahrzehnten nichts der Klinge entkommen. Für Personen der Öffentlichkeit galt Gesichtsbehaarung als Zeichen für unkontrolliertes Leben. Nur wenige, vor allem Künstler, trugen Bart.

 

Die Drei-Tages-Fliege – 1990er

Kurz da, dann wieder weg. Der Dreitagebart tauchte dem Jucken zum Trotz immer häufiger auf. Seine Lebensdauer beschränkte sich dennoch auf nur wenige Tage.

 

Der Trendsetter – Heute

Die Hochzeit des Bartes! Aktuell ist er aus den Gesichtern vieler Männer, egal welchen Alters, nicht mehr wegzudenken. Gerade für Individualisten und Naturburschen ist er ein Erkennungsmerkmal. Und hier gilt: je voller, desto doller.

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