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Das »AWO Journal« beim Musikflashmob in Bielefeld

19. September 2013

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Unter dem Motto »Mehr Lebensqualität im Alter: Miteinander musizieren!« versammelten sich rund 60 Bewohnerinnen und Bewohner aus den Seniorenzentren der Arbeiterwohlfahrt Ostwestfalen-Lippe e.V, sowie weitere Teilnehmer aus dem AWO Fachseminar für Altenpflege und dem AWO Jugendwerk auf dem Alten Markt in Bielefeld, um im Rahmen eines Flashmobs miteinander zu musizieren.

Für diejenigen, die es nicht wissen: Ein Flashmob ist ein scheinbar spontaner Menschenauflauf an öffentlichen Plätzen, wo dann meist recht außergewöhnliche Dinge zusammen gemacht werden.

Im Mittelpunkt dieses Musik-Flashmobs stand das aus Mitteln der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW geförderte »Musikmobil«. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, einen musikalischen Besuchsdienst für Menschen mit Demenz in stationären und teilstationären Einrichtungen des AWO-Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe e.V aufzubauen. Projektkoordinator Werner Isermann erläutert den Hintergrund der Aktion: » Musik schafft Lebensfreude, weckt schöne Erinnerungen und steigert so die Lebensqualität älterer Menschen. Mit dieser Aktion machen wir darauf aufmerksam, dass auch ältere Menschen für Ihren Anspruch auf Lebensqualität im öffentlichen Raum ein- und auftreten können«

Mittendrin war auch Frau Meffert, 89 Jahre Jung und von Geburt an mit einer Menge Rhythmus im Blut. »Endlich mal wieder Tatkräftig Musizieren, und dann auch noch so herrlich verrückt wie bei diesem Flashmob, das sei großartig «, so die Rüstige Bewohnerin des AWO Seniorenzentrums Baumheide.

Projektmitarbeiter und Musikgeragoge Henning Meier, dirigiert und gibt an diesem lauen Sommernachmittag mit seiner einer Kuhglocke ähnlichen » Hand-Cowbell« den Rhythmus vor. Dieser sprang dann auch sofort auf die Teilnehmer über, die mit Instrumenten wie Egg-Shakern, Klanghölzern, Schellenbändern und jeder Menge Applaus-Stäben den Alten Markt in Bielefeld für eine kurze Zeit in eine Konzertbühne verwandelten.

So blieben dann auch verdutzte Passanten an Ort und Stelle stehen und wurden auf die Aktion aufmerksam, ja liessen sich sogar vom Rhythmus anstecken, griffen spontan zu den bereitgestellten Musikinstrumenten und musizierten begeistert mit.

Nach zehnminütigem Musizieren hob Henning Meier dann seine Hände und ließ diese abrupt niedersinken – das vereinbarte Zeichen für das Ende des Spontan-Konzerts. Da haben sich einige gerade erst warmgespielt und man mag erahnen, dass so manche gerne weiter musiziert hätten.

Aktuelle Information auch unter: www.awo-musikmobil.de

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