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Der gute Ton: Trend Töpfern

© jared-sluyter | unsplash.com

Es gab eine Zeit, da wurde Töpfern in einem Atemzug mit Batik und Makramee genannt und als »Hippie-Kram« belächelt. 1990 kam dann der Film »Ghost« heraus und verlieh dem Töpfern unverhofft eine erotische Note. Danach war es – außerhalb von (Volkshoch-)Schulen – lange Zeit ruhig ums Töpfern. Seit einigen Monaten feiert das Handwerk allerdings einen Siegeszug, der auch sogenannte »Szene-Cafés« und das dazugehörige Publikum erreicht. Plötzlich reißen sich die Menschen wieder um Becher, Vasen oder Schalen aus dickwandigem Ton. Handfeste, bestenfalls selbstgefertigte Produkte werden ohnehin gerade immer beliebter: Strick- und Häkel-Fans haben es vorgemacht, mittlerweile boomen Sets, mit denen man zu Hause sein eigenes Bier brauen, ein Buch binden oder Kuscheltiere selbst nähen kann. Das Töpfern ist – fernab von jedem »Hype« – eine ideale Beschäftigung. Auch wenn die Feinmotorik oder die Sehkraft zu wünschen übrig lassen, können aus Ton kleine Kunstwerke entstehen. Das anschmiegsame Material wirkt wohltuend, die ruhigen Bewegungen haben etwas beinahe Meditatives an sich. Und nach dem Töpfern hält das gute Gefühl, mit den eigenen Händen etwas geschaffen zu haben, noch lange an.

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