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Heilende Aromatherapie

10. März 2015

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Seniorin mit einer rosa Rose in der Hand

Düfte können das Wohlbefinden steigern und sehr vielseitig genutzt werden. Ob als Raumspray, Massageöl oder zum Inhalieren – ätherische Öle, die von der Schulmedizin lange als esoterisch abgetan wurden, sind weit mehr als nur gut riechende Essenzen.

Wie ätherischen Öle Stimmungen und Wirkungen beeinflussen

Die Weihnachtszeit ist gerade vorbei, aber schon beim Gedanken daran, steigt einem der Duft von Zimt oder Vanille in die Nase. Viele Menschen macht dies glücklich, denn sie erinnern sich dabei an schöne Kindheitstage. Gerüche sind also oft an Gefühle gekoppelt. Sie werden über das limbische System direkt in unser Großhirn übermittelt. Diese schnelle, unmittelbare Reaktion macht sich die sogenannte Aromatherapie zunutze, die mit ätherischen Ölen bestimmte Stimmungen und Wirkungen erzeugt. Bei diesen Ölen handelt es sich um Pflanzenkonzentrate, gewonnen aus Blättern (wie z. B. bei Eukalyptus, Melisse oder Lemongras), Blüten (Jasmin, Rose, Kamille), Schalen (Zitrusfrüchten), Holz (Zedern- oder Sandelholz), Wurzeln (Ingwer) oder auch Rinde (Zimtrinde).

Das ultimative Rezept zur Stärkung Ihres Immunsystems

Je nach Pflanzenextrakt wirken die Öle entspannend, belebend oder erfrischend. Mit den in kleinen Fläschchen in der Apotheke oder im Reformhaus erhältlichen Extrakten lassen sich etwa Räume aromatisieren. Dabei füllt man einige Tropfen eines oder mehrerer Aromaöle mit etwas Wasser in eine Duftlampe. Ein Teelicht erwärmt die Flüssigkeit und intensiviert damit die Ausbreitung des Dufts. Jetzt in der Erkältungszeit hilft das Inhalieren mit Kamille oder Eukalyptus: Geben Sie einige Tropfen auf ein Tuch und atmen Sie den Geruch tief ein. Oder fügen Sie einige Tropfen in eine Schüssel mit heißem Wasser und beugen Sie sich mit geschlossenen Augen und einem Handtuch über dem Kopf darüber. Besonders wohltuend sind Aromabäder und –massagen, bei denen der Duft den ganzen Körper einhüllt. Tipp zur Stärkung des Immunsystems: ein Vollbad mit 2 Tropfen Zitrone, 3 Tropfen Angelika, 3 Tropfen Teebaum. Danach sollten Sie noch eine halbe Stunde ruhen. Schneller und ebenso wirksam ist ein duftendes Fußbad. – Sie leiden unter der dunklen Jahreszeit? Da hilft als Stimmungsaufheller dieses Rezept: 2 Tropfen Verbena, 3 Tropfen Orange und 3 Tropfen Bergamotte.

Die Wirkung ätherischer Öle bei schweren Krankheiten

Ob ätherische Öle auch bei schweren Krankheiten helfen, wird derzeit vielerorts wissenschaftlich untersucht. Als bundesweit erste Klinik wendet man im Evangelischen Krankenhaus Wesel am Niederrhein die »Aromapflege« als unterstützende Maßnahme an in Ergänzung zur ärztlichen Therapie – und kann auf Erfolge verweisen. So löste eine Beduftung mit Grapefruitöl eine positive Verhaltensänderung dementer Patienten aus.

Buchtipps

Heilende Energie der ätherischen Öle»Heilende Energie der ätherischen Öle – Die 100 wirksamsten Aromaöle für Körper und Seele«,
von Gerti Samel und Barbara Krähmer
(Irisiana Verlag 2013; 16,99 Euro)

 

 

Aromatherapie für Einsteiger: Die gebräuchlichsten ätherischen Öle auf einen Blick»Aromatherapie für Einsteiger: Die gebräuchlichsten ätherischen Öle auf einen Blick«,
von Kurt Ludwig Nübling
(Koha Verlag 2012; 7,99 Euro)

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