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Ihr SYSTEM-CHECK für das Immunsystem

© COMMWORK, Eric Langerbeins

Ein starkes Immunsystem ist das A und O – das haben uns die letzten Monate wieder gezeigt.
Gut, dass man die eigene Abwehr mit einfachen Methoden ganz natürlich unterstützen kann.


1. Gesunder Mund, gesunder Körper: Ölziehen

©unsplash/Jonathan ocampo

Nicht umsonst heißt es: Gesundheit beginnt im Mund.
Weil die Zähne eine große Auswirkung auf den gesamten Organismus haben, sollten wir uns besonders gut um sie kümmern. Neben regelmäßigen Zahnarztbesuchen und guter Mundhygiene gibt es ein Ritual aus der indischen Volksheilkunde, das auch hierzulande immer mehr Anhänger findet: Ölziehen.
Dafür nimmt man morgens nach dem Aufstehen einen Löffel Öl in den Mund – am besten Sonnenblumenöl oder kalt gepresstes Sesamöl – und bewegt es für mehrere Minuten im Mund hin und her. Diese Prozedur soll Bakterien und Giftstoffe binden und das Immunsystem anregen. Am Ende spuckt man das Öl am besten in ein Taschentuch und entsorgt es im Restmüll. Danach den Mund gut ausspülen.

2. Mal warm, mal kalt: Temperaturreize

Wer bei Wind und Wetter draußen unterwegs ist und großen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist, wird seltener krank.
Deshalb sind regelmäßige Saunagänge zu empfehlen oder jetzt im Sommer auch Wechselduschen und Kneippsche Güsse. Die regen die Durchblutung an und können die Abwehrkräfte stärken, weil der Körper lernt, besser mit Temperaturwechseln umzugehen. Das kostet anfangs Überwindung, macht aber sogar gute Laune.
Unter der Dusche gilt: Beginnen Sie erst mit warmem Wasser und stellen dann auf kalt um. Steigen Sie mit dem kalten Strahl langsam von den Füßen nach oben auf. Die Dusche sollte mit kaltem Wasser enden.
Aber: Wer schon kränkelt oder Kreislaufprobleme hat, sollte den Körper nicht zusätzlich belasten.

3. Immer mit der Ruhe: Entspannungsmethoden

Stress, Angst, Sorgen und negative Gedanken kennt jeder. Immer wieder gibt es im Leben aufreibende Phasen, in denen man sich mehr Gelassenheit wünscht.
Mit Yoga und Meditation kann man ein bisschen nachhelfen.
Yoga fördert aktiv die Beweglichkeit, reduziert Stresshormone und stimuliert den Kreislauf. Wichtig ist, die Körperübungen, die auch Asanas heißen, sanft und achtsam auszuführen und wenn möglich mit dem Atem in Einklang zu bringen.
Ganz ohne Bewegung, Matte und Jogginghose funktioniert Meditation.
Das regelmäßige Sitzen in Stille und die innere Einkehr dabei tun nicht nur der Psyche gut, sondern wirken sich auch positiv auf die Zellgesundheit, den Stoffwechsel und damit auch auf biologische Alterungsprozesse aus.

4. Ab an die frische Luft: Bewegung im Freien

©iStockphoto.com/ REIMPHOTO
Bewegung an der frischen Luft tut immer gut, und zusammen macht es noch mehr Spaß

Bewegung tut gut und frische Luft auch. Perfekt also, wenn man beides auch noch kombiniert.
Um das Immunsystem zu unterstützen, muss man weder Marathonläufer werden noch kilometerweit mit dem Rad fahren. Regelmäßige, ausgedehnte Spaziergänge in zügigem Tempo – aber so, dass Sie sich noch problemlos unterhalten können – reichen völlig aus.
Wer in einer Stadt lebt, kann die sogar ganz einfach in den Alltag integrieren, indem man öfter mal das Auto stehen lässt.
Einen besonders positiven Effekt hat übrigens ein Ausflug in den Wald. »Waldbaden« wird in Japan sogar als Therapie per Rezept verordnet, weil sich die natürliche Umgebung positiv auf Blutdruck, Kortisol und Puls auswirkt und das Wohlbefinden steigert.

5. Schlummern statt Schäfchen zählen: Gesunder Schlaf

Schlaf ist die beste Medizin, heißt es. Doch das ist oft leichter gesagt als getan.
Viele kämpfen Nacht für Nacht mit Einschlaf- oder Durchschlafstörungen.
Dabei erhöht sich im Schlaf die Effizienz der T-Zellen, die der Immunabwehr dienen. Taucht ein Angreifer – etwa in Form von Viren – auf, werden sie aktiv und leiten die Bekämpfung ein.
Stellen Sie den Wecker also ruhig mal auf eine Stunde später: Gute Nacht!

6. Stärkung von innen: Richtige Ernährung

Ernährungsweisheiten gibt es wie Sand am Meer.
Bevor man zwischen all den Methoden, Listen und Expertentipps den Überblick verliert, hält man sich am besten an eine einfache Regel: Frisch, gesund und am besten saisonal sollte unser Essen sein.
Eine echte Wunderwaffe ist außerdem Leinöl, das sehr viele ungesättigte Omega-3-Fettsäuren enthält und so vor freien Radikalen schützt. Und: Lieber wenig Salz verwenden, denn zu viel davon hemmt die Immunabwehr.

7. Am besten herzhaft: Lachen

Die beste Nachricht kommt zum Schluss: Wer sich wenig Sorgen macht, optimistisch und fröhlich ist, wird seltener krank.
Unsere psychische Verfassung hat einen großen Einfluss auf die Abwehrkräfte. Untersuchungen haben sogar gezeigt, dass beim Lachen die Anzahl der Immunglobuline im Blut ansteigt. Zudem wird verstärkt das Wohlfühlhormon Serotonin ausgeschüttet.
Also, höchste Zeit für einen Lachanfall: Schauen Sie sich mal wieder eine Komödie, ein Kabarett oder eine Satireshow an, erzählen Sie Witze oder machen Sie Quatsch mit den Enkelkindern.

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